23.07.17

Selbstgemachte Butter ...

Ich liebe meine Arbeit.
Jeden Tag geht mir das Herz auf dort.
Mittlerweile gehört auch das Butter machen zu meiner Arbeit als Köchin am Hof.
Der abgeschöpfte Rahm steht im Milchkühlschrank und ich bereite sorgsam alles vor.
Einer der Betreuten ist ein besonders wunderbarer Butterührer, ich befülle das Holzbutterfass und gucke von Zeit zu Zeit wie weit die Butter ist.
Es dauert ganz unterschiedlich, die Zusammensetzung und Konsistenz ist jedesmal anders, je nachdem wie das Futter und die Milch unserer beiden Kühe grade ist. 
Wir sind ein anerkannter bio-dynamischer Demeterhof und ich begrüße beinahe jeden Morgen unsere Tiere im Stall, da ich auf meinem Weg in die Küche direkt daran vorbeigehe.
Es ist ein Traum für mich, es verbindet alles was ich liebe, die Tiere, das Landleben, das Kochen, die wunderbaren Menschen, das soziale, das Gemüse... einfach alles.
Dadurch nehem ich doch in Kauf das es vom rein pflanzlichen Prinzip abweicht, obwohl ich es in meinem inneren doch schöner fände würden wir den Tieren lassen was den Tieren gehört.
Es ist für mich immer noch Muttermilch und im Grunde finde ich es trotzdem seltsam das wir als Erwachsene Menschen diese konsumieren und auch noch Butter und Rahm aus Muttermilch machen.
Ich meine bei dem Gedanken als ich gestillt habe, aus meiner Muttermilch Butter zu machen, das befremdet doch sehr, bei der Muttermilch einer anderen Spezies ekelt uns aber nicht, seltsam einfach.
Aber es herrscht ein wunderbarer Kreislauf am Hof, die Tiere werden mit Respekt und so liebevoll behandelt und es geht ihnen wirklich gut, dadurch nehem ich das im Moment gerne so an, weil es so erfüllend ist und ich soviel lernen kann.
Wenn es dann schön plätschert im Butterfass lasse ich die Buttermilch ab und forme kleine Laibchen unter fließendem kalten Wasser mit der Hand.
Meine Butterbabies :-)

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